Unsere Konzepte

 

Leider verfügen wir nicht über die personellen und finanziellen Mittel der PISA-Siegerländer. Trotzdem müssen wir uns fragen, was wir mit unseren vorhandenen Ressourcen schon jetzt konkret verändern können. Dabei sind nach unserer Einschätzung drei Kernelemente von unverzichtbarer und entscheidender Bedeutung. Merkmale, die einen Kreislauf ergeben, der sich so lange bewegt, bis eine Förderung erfolgreich abgeschlossen ist. Die Kernelemente sind dabei:

 

 

Diagnostik-Förderplan-Evaluation

 

Unsere „Kritik“ am bisherigen Förderkonzept:

 

Förderung

- steht schulorganisatorisch am Rande und findet in Randstunden statt,

- ist oft nicht geplant und Ad-hoc- Maßnahme findet in denkbar ungeeigneter

  Atmosphäre statt,

- hat einen geringen Stellenwert im Bewusstsein vieler Lehrkräfte,

- wird oft Lehrkräften übertragen, die gerade noch eine Stunde frei haben,

- mangelt oft an einer sinnvollen Verbindung mit dem Regelunterricht und

- keiner weiß, was in diesen Stunden eigentlich auf welcher wissenschaft-

  lichen Basis stattfindet.

 

 

Bisher versuchen wir diese Kernelemente umzusetzen:

  

Ziel

 

Die förderdiagnostischen Kompetenzen der Lehrerinnen und Lehrer weiterentwickeln. Damit individuelle Förderung ein zentrales Anliegen von Unterricht wird, muss ein Paradigmenwechsel in der Haltung der Lehrkraft und bezüglich des Unterrichtskonzepts stattfinden. Dies setzt voraus, dass die Diagnose- und Förderkompetenz der Lehrkräfte weiterentwickelt und verbessert und die Arbeit mit Förderplänen zum pädagogischen Selbst-verständnis wird.

 

Arbeitsansatz

 

Bezüglich der Haltung der Lehrkräfte:

 

Die Lehrkraft begleitet den Schüler auf seinem Weg im Lernprozess, nicht einzelne Punkte- oder Noten sind entscheidende Messgrößen:

 

• Erforderlich ist die Bereitschaft und Fähigkeit, möglichst umfassend Daten

  und Informationen zu sammeln und zu interpretieren, um damit einen

  optimalen Förderplan zu entwickeln

• Kooperation und Austausch mit Kollegen und Eltern sind erforderlich

• fest installierte Kooperationszeiten bilden die Basis

 

Bezüglich des Unterrichtskonzepts:

 

• nicht die Wissensvermittlung steht im Mittelpunkt, sondern selbstregulative

  metakognitive Fähigkeiten der Schüler/-innen sollen geweckt werden

• Lernstrategien müssen vermittelt werden 

 

 

Förderdiagnostische Handlungskompetenz

 

Förderdiagnostische Handlungskompetenz baut sich auf über:

 

Wahrnehmen und beobachten: wertfrei, Verhalten und Leistung, Stärken

  und Schwächen, in verschiedenen Situationen, Einsatz von Beobachtungs-

  bogen

 

Sammeln: Gespräche mit dem Schüler über Lernen und Lerngegenstand,

  verändertes Fehlerverständnis: Fehler als Schritte zur Lösung zu sehen, 

  Arbeitsergebnisse einbeziehen, Austausch mit Kollegen, Eltern, u.a.,

  weitere Informationen einholen: lernpsychologische, fachliche…

• formelle Tests (z.B. HSP)

 

Bilanzieren: Ergebnisse bündeln und interpretieren

 

Förderplan entwickeln: Ergebnisse rückmelden, beraten, Vereinbarungen

  treffen, begleiten.

 

 

Unterstützendes Fortbildungsangebot

 

Im August 2010 ergab sich die Möglichkeit zur Teilnahme an dem Qualifizierungsangebot: „Individuell fördern-Lernen begleiten“. 

Frau Rabe nimmt an dieser Qualifizierungsmaßnahme teil.

Nach Abschluss der Maßnahme (März 2011) sollen die Inhalte der Qualifizierungsmaßnahme ab Sommer 2011 im Kollegium diskutiert und zur Grundlage zur Überarbeitung des schuleigenen Förderkonzepts genutzt werden.

 

Link zur Homepage des

Freundes- und Fördervereins:

https://grundschulfreunde-breitenbach.jimdo.com/